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1 (1828)
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denn die Religion, welche man Gertruden gelehrt hatte,verdammte keinen Hochmuth, sondern billigte ihnund erkannte ihn für ein erprobtes Mittel zu Erlang-ung irdischer Glückseligkeit. Ihres wahren Geistesso sehr beraubt, war sie nicht mehr Religion, sondernLarve, wie die Anderen. In den Zwischenräumen,wo nun diese Larve in Gertruden die Oberhand be-hielt und in Ihrer Phantasie anwuchs, war die Un-glückliche von Schrecken überwältigt und von unkla-ren Begriffen ihrer Pflichten bedrückt. Sie machtesich weiß, ihre Abneigung gegen das Kloster und denWiderstand, mit welchem sie den Ermahnungen derOberen, hinsichtlich der Wahl ihres Standes, begeg-ne, seyen Sünde und versprach sich selbst, sie zu til-gen und freiwillig dem Kloster anzugehören.

Es bestand die Regel, daß jedes junge Mädchenvor ihrer Einkleidung als Klosterschwester die Prüfungeines Geistlichen, welcher-der Nonncnvikar hieß, oderirgend eines anderen, dazu abgeordneten, bestehenmußte, damit man sich überzeuge, ihre Annahmedes Schleiers sey freiwillig, Diese Prüfung konntenur ein Jahr, nachdem sie ihren Wunsch dem Vikareschriftlich ausgesprochen hatte, Statt finden. DieNonnen, welche das betrübende Amt übernommenhatten, Gertruden so wenig wie möglich, was manvon ihr verlange, erkennen zu lassen, benutzten ei-nen jener erwähnten Augenblicke, sie zu Ab- undUnterschrift eines solchen Gesuchs zu vermögen. Um

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