Druckschrift 
1 (1828)
Entstehung
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200
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trud: Puppen, als Nonnen gekleidet, waren das

erste Spielwerk, welches man ihr in die Hände gab;dann erhielt sie Nonnenbilder, mit der Ermahnung,diese werthvollen Gegenstände ja recht in Ehren zuhalten, und der jedesmaligen Frage: „ Nicht wahr,das ist schön?" — Wollte der Fürst oder die Fürstinoder der Erbprinz, der allein von seinen Brüdern zuHause erzogen wurde, das schöne, wohlgebildete Kindloben, so schien es nie mit anderen Worten geschehenzu können, als: Welche ehrwürdige Mutter Aebtissin!"Doch sagte ihr Niemand je geradezu, daß sie Nonnewerden müsse. Die Sache wurde in Gesprächen überihre Zukunft nur beiläufig, als einverstanden gedacht.Ließ sich die kleine Gertrud zuweilen zu einer her-rischen, gebietenden Handlung verleiten, wozu ihreGemüthsart sehr geneigt war, so hieß es: „Du bistein Mädchen, der so etwas nicht zukommt. WennDu erst Mutter Aebtissin seyn wirst, da kannst Dubefehlen, was und wie Du willst. Ein andermal nahmsie wohl auch der Fürst wegen zu freien und vertrau-lichen Betragens gegen Andere vor, worein sie sehrleicht verfiel: „ Ei! das schickt sich nicht für DeinesGleichen. Soll man Dir dereinst die schuldige Ehrer-bietung gewähren, so mußt Du schon jetzt anfangen,Dich an Zurückhaltung zu gewöhnen und Dich erin-nern , daß Du in Allem die Erste im Kloster seynwirst, wie es Deine hohe Geburt erheischt."

Fortwährende Reden der Art brachten denn schon