daß ihr das Wort !m Munde erstarb. Er entgeg-ncte: „Das Mädchen, gnädigste Signora, ist mir,wie Ich Euch schon sagte, von einem Ordensbruderanempfohlen. Sie hat aus ihrem Dorfe wegenschwerer Gefahren heimlich fliehen müssen und bedarffür einige Zeit eines Asyles, wo sie unbekannt lebenkann und Niemand wagen darf, sie zu beunruhigen,wenn er auch.
„Wegen was für Gefahren?" unterbrach ihndie Signora. „Bitte, Pater Guardian, sprechtmirnicht in Räthseln. Ihr wißt, wir anderen Nonnensind neugierig und möchten gern alles recht umständ-lich erfahren."
„Die Gefahren sind der Art," erwiederte derGuardian, „daß sie vor dem reinen Ohre der ehrwür-digen Mutter kaum angedeuket werden dürfen."
„Doch, doch!" sagte die Signora schnell underröthete ein wenig. Aus Scham? — Wer einenrasch vorübercilenden Ausdruck von Verdruß bemerkthätte, der dieses Erröthen begleitete, würde daranhaben zweifeln können, besonders im Vergleich mitder Röthe, die Luziens ganzes Gesicht überzog.
Es ist hinreichend," nahm der Guardian wiederdas Wort, „wenn ich sage, daß ein übermütigerKavalier.... nicht alle Große der Erde verfahren mitdem, was ihnen die Gnade des Herrn gab, zu seinerEhren und zu Frommen ihrer Nächsten, wie Ihr,Gnädigste; ein übermütiger Kavalier also,^verfolgte