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Unseren beiden Frauen fielen diese Dinge nichtauf, denn sie hatten nie Gelegenheit gehabt, den An-zug der Nonnen zu mustern, und der Pater Guardian,welcher die Signora nicht zum erstenmal sah, warschon an die Seltsamkeiten und das Unregelmäßigeihrer Kleidung gewöhnt. Sie stand, wie Wirschonberichteten, eben dicht hinterm Gitter und stützte sich,ermattet daran mit der einen Hand, indem ihre schnee-weißen Finger mit den Staben spielten, hatte denKopf ein wenig gesenkt und betrachtete die Näherkom-menden. „Ehrwürdige Mutter! allergnadigste Sig-nora!" redete sie der Guardian mit gesenkter Stirnund auf die Brust gelegter Rechte an, „dies istdas arme Mädchen, für die Ihr mir Hoffnung zuEurem vielvermögenden Schutze machtet, dies ihreMutter." Beide verneigten sich wiederholt auf dastiefste; die Signora winkte ihnen mit der Hand, cszu unterlassen und sagte dann zum Guardian: „ichfühle mich glücklich, unseren guten Freunden, denVater-Kapuzinern, etwas Angenehmes erzeigen zukönnen. Aber," fuhr siefort, „sagt mir doch et-was Näheres über des Mädchens Angelegenheiten,damit man besser wisse, was für sie gethan werdenkann."
Luzia erröthete und senkte das Gesicht auf denBusen.
„So wißt denn, ehrwürdige Mutter —" be-gann Agnes; aber der Guardian gab ihr einen Wink,l. N