Druckschrift 
1 (1828)
Entstehung
Seite
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vernahm nichts als daS dnmpfe Branden der Fluch andem Kiesufer, das fernere Geräusch der an demBrückenpfeiler sich brechenden Wellen und den regel-mäßigen Düppelschlag der Ruder, welche den azur-nen Spiegel zerthcilten, plötzlich auf-und eben soschnell wieder untcrtauchtcn. Die von der Barkedurchschnittene Fluch vereinte sich hinter ihrund bildete einen gekräuselten Streifen, der sich Im-mer weiter vom Ufer entfernte. Schweigend saßendie Reisenden und blickten zurück auf die Berge unddie ganze vom Mondlicht erhellte, hie und da vonlangen Schatten durchbrochene Landschaft. Dörfer,Häuser, Hütten wurden sichtbar. auch Don Ro-drigo's Schloß mit seinem platten Thurme, hoch überdie am Fuße des Vorgebirges zusammengcdrängkenHütten ragend, und gleichwie auf Unheil sinnend fürdie ganze Ebene. Luzia erblickte es. schauderte, spähtedurch die Abhänge nach ihrem Dorfe, gewahrte anbestem Ende ihre Hütte, den vollen, hohen Feigen-baum im Hose, das Fenster ihrer Stube, und dasie die hinterste in der Barke war, so stützte sic denEllbogen auf den Rand des Kahnes, neigte die Stirn,wie um zu schlafen auf ihn herab und weinte stillund heimlich.Lebt wohl, ihr himmelhoch aus denFluthen aufstrebenden Berge, ihr zackigen Gipfel,allen, die neben euch aufwuchsen, so lieb und werthund unvergeßlich, ihr Bäche, deren Gemurmel ihnenwie bekannte Stimmen ertönt, ihr weißschimmernden,