Druckschrift 
1 (1828)
Entstehung
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Und bitte Gott, daß wir uns bald Wiedersehenund. ..." Renzo gab ihm einen neuen Lireund bat ihn, von dem gehabten Aufträge des Pa-ters nichts zu erwähnen- Luzia liebkoste ihn vonNeuem, grüßte ihn mit sanfter Stimme, und derKnabe nahm gerührt Abschied und ging zurück.Die andern setzten gedankenvoll ihren Weg fort,die Frauen voraus, Renzo wie zur Bedeckung hin-ter ihnen. Luzia hielt sich dicht an ihrer MutterArm und vermied sanft und geschickt die Hülse,welche der Jüngling ihr aus dem mühevollen,ungebahnten Wege bot. Sie konnte nicht umhin,selbst in dieser Noth, vor sich selbst zu erröthcn, daßsie schon so oft allein und so vertraut mit ihm gewesensey, in der Erwartung, nach wenigen Augenblickenseine Frau zu heißen. Jetzt war dieser Traum schmerz-lich entschwunden; sie bereuete, was sie für Renzoschon khat, und so viel andere Ursache sie auch zu zitternhatte, so zitterte sie doch vor der sich selbst unbe-wußten, jungfräulichen Schamhaftigkeit, die derFurcht des Kindes gleicht, das im Dunkeln zittertund nicht weiß weshalb?

Ach, mein Haus!" rief Agnes mit einemmale.So wichtig diese Sorge aber auch war, Niemand er-wiedcrte etwas, weil es nichts Tröstliches zu crwiederngab. Sie gingen immer schweigend vorwärts und ge-langten endlich auf einen freien Platz vor der Klo-sterkirche,l.

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