Druckschrift 
1 (1828)
Entstehung
Seite
178
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Renzo schritt auf die Kirchthüre zu und klopfte leisedaran. Sie «öffnete sich alsbald, und der durch di'eSpalte hincintreffende Mond beschken das bleiche Ge-sicht und den schneeweißen Bart des Bruder Ehristo-forus, der der Ankommenden harrte. Da er sah,daß keines fehlte, rief er aus: Gott sey gelobt!"und winkte ihnen einzutretcn. Zu seiner Seite standein andrer Kapuziner, der Bruder Kirchner, den ermit Bitten und Gründen vermochte, mit ihm zuwachen, die Thüre offen zu lassen und die erwartetenUnglücklichen zu empfangen. Es bedurfte auch wohlder ganzen Autorität und des Rufes von Heiligkeit,den der Pater besaß, um den Laien zu einer solchenunbequemen, gefährlichen und unerlaubten Gefällig-keit zu bewegen. Als die Flüchtigen in der Kirchewaren, verschloß Pater Ehristoforus selbst leise dieThüre. Der Kirchner konnte aber nicht länger an sichhalten, nahm den Pater bei Seite und murmelte

ihm ins Ohr:Aber, Pater, Pater! bei Nacht-

in der Kirche.... Weiber.... zuschließen....die Regel, bedenkt Pater!" Als er diese Wortekopfschüttelnd und langsam vorbrachte, sagte PaterEhristoforus zu sich;Seht doch einmal! wäre einBravo mitgckommen, Bruder Bonifaz würde nicht diegeringste Schwierigkeit von der Welt mache», undein armes, schuldloses Kind, das den Klauen einesWolfs entflieht

Omni» muncka muiicki»!" sagte er laut und