Druckschrift 
1 (1828)
Entstehung
Seite
169
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ben. Da ertönte plötzlich durch die weite Stille derNacht jener erste Hülferuf Don Abbondio's.

Um Gottes Willen! was ist vorgefallcn!" riefPerpetua und wollte davonlaufen.

Was denn? was denn?" sagte Agnes undhielt sie beim Rocke.

Gerechter Gott! habtIhrdenn nichts gehört?"erwiederte jene, indem sie sich losmachte.

Was denn? was denn?" fragte Agnes wiederund ergriff ihren Arm.

Teufel von einem Weibe!" schrie Perpetua,setzte sich in Freiheit und lief fort.

In diesem Augenblicke ertönte auch der ferne,matte Schrei Menico's.

Gerechter Gott! riefnunauch Agnes und rannteder Anderen, so schnell sie konnte, nach. Kaum haktensie sich aber in Trapp gefetzt, als die Glocke anschlug,ein, zwei, drei Mal, ohne Aufhöcen; wäre es mög-lich gewesen, sie hatten sich nun noch mehr beeilt.Perpetua kam einige Schritte früher an; sie wollteeben die Thüre aufreißen, als Tonio, Gervasius,Renzo und Luzia, die endlich die Stubenthüre gefun-den hatten und in größter Eile die Treppe herabge-kommen waren, bei dem furchtbaren Geläute ihrHeil in der schnellsten Flucht suchten und zum Hauseherausstürztcn.

Was giebt's denn? was giebt's ?" fragte die keu-chende Perpetua die beiden Brüder, die sic statt der