Druckschrift 
1 (1828)
Entstehung
Seite
139
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freue mich schon darauf. Welcher herrliche Anblick!wenn Ihr ganz zerknirscht, mit niedergeschlagenenAugen daherkommt. Welcher Ruhm für den Pa-ter! Wie selbstzufrieden wird er nicht nach Hausegegangen seyn, Solche Fische fangt man auch nichtalle Tage und nicht mit jedem Netze, Seyd versichert,daß er Euch überall als Beispiel anführt und bei jederentfernten Mission von Euren Thaten spricht. Es istmir als hörte ich ihn:" — Er redete durch die Nasennd begleitete die Worte im Predigerton mit karri-kirten Geberden. — „Es lebte oder lebt vielmehrnoch, meine andächtigen Zuhörer, in einer Gegenddieser Welt, welche ich aus Rücksichten nicht nennenkann, ein liederlicher Kavalier, der die Frauen mehrliebt als rechtliche Leute; gewohnt, alles, was er sah,als sein Eigenthum zu betrachten, warf er ein Augeaus...."

„Still, still," unterbrach ihn Don Nodrigo,halb lächelnd, halb ärgerlich. „ Wollt Ihr die Wettenoch verdoppeln, ich bin's zufrieden,"

„Alle Teufel! also hattet Ihr den Pater bekehrt?"

„ Sprechen wir nicht von ihm und hinsichtlich derWette wird St. Martinstag entscheiden."

Die Neugierde des Grafen war rege geworden,er ließ es an Fragen nicht fehlen, Don Rodrigo wichihnen aber allen aus, indem er auf den Tag der Ent-scheidung vertröstete und nicht gern seine Absichten