Druckschrift 
1 (1828)
Entstehung
Seite
138
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Laune und dem Bilde des Mönchs zu entreißen, dasseine Fantasie in allerlei Gestalten belästigte, begaber sich in ein Haus, wo Gesellschaft war und wo manihn mit der emsigen, ehrfurchtsvollen Herzlichkeit em-pfing, die immer Menschen zuTheil wird, welcheent-weder große Liebe oder große Furcht einzuflößen wissen.Bei anbrechcnder Nacht nahm er endlich wieder denWeg nach seinem Pallaste. Graf Attilio kam mitihm zugleich zurück, und das Abendessen wurde auf-getragen, bei dem Don Rodrigo gedankenvoll warund wenig sprach.

„Wenn bezahlt Ihr die Wette, Vetter?" sagteder Graf boshaft und spöttisch, als die Tafel aufge-hoben und die Diener fort waren.

„St. Martinstag ist noch nicht vorüber."

„ So zahlt einstweilen im Voraus, denn es ge-hen wahrhaftig alle Heiligennamen im Kalender vor-über, che Ihr..,."

„ Das wird sich finden. "

„Vetter, Ihr wollt politisch thun; aber michbetrügt Ihr nicht, und ich bin so gewiß, die Wettegewonnen zu haben, daß ich auf der Stelle eine an-dere eingehen wollte."

„Und die Ware?"

„Daß der Pater, Pater .. ..weiß nicht mehrwieer heißt_kurz, daß dieser Mönch Euch bekehrt Hat."

„Nun, das ist wahrhaftig ein seltsamer Gedanke-."

„Bekehrt!" Vetter! bekehrt, sage ich.