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überliefern, d. h. der Reicheseiner Feinde, daran warallerdings nicht zu denken, denn es würde geradezuBcrzichtlcistung auf die Vorrechte des Ordens gewe-sen seyn, das Kloster bei dem Volke in Miskrcditgebracht und nicht allein alle Kapuziner der Welthöchlich erzürnt, sondern auch alle geistlichen Behör-den, die sich gegenseitig einander vertraten undschützten, in Harnisch gejagt haben. Anderseits waraber wieder die mächtige Familie des Gelödleten undihr ganzer Anhang entschlossen, Rache zu nehmen,und erklärte jeden, der sich ihr darinn widersetzte,für ihren Feind. Man weiß zwar nicht, ob derSchmerz um den Gefallenen so sehr groß war, nochob in der ganzen Familie eine einzige Thrane für ihngeweint wurde; sie glühten aber alle vor Begierde,den Mörder todt oder lebendig in ihrer Gewalt zuhaben. Ludoviko'ö Vorsatz, sich als Kapuziner ein-kleiden zu lassen, gab der ganzen Sache eine andereGestalt. Er legte sich gewissermaßen selbst eine Bußeauf, bekannte sich selbst für schuldig und strafbar undverließ, die Waffen niederstreckend, den Kampfplatz.Die Verwandten des Gebliebenen konnten nun nachGutdünken ausschrcien, er scy aus Verzweiflung undFurcht vor ihrer Rache Mönch geworden. Auf je-den Fall mußte es Genugthuung für die tödtlichsteBeleidigung seyn, auf Hab' und Gut zu verzichten,sich das Haupt schceren zu lassen, barfuß einherzu-wandeln, aus Stroh zu schlafen und von Almosen zu