Druckschrift 
1 (1828)
Entstehung
Seite
69
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Klosters wimmelte es von Neugierigen. Die Sbir-renwciche kam bald an, zerstreute die Menge undstellte sich nicht weit vom Thoce im Hinterhalte auf,so daß Niemand unbemerkt hcrauskommcn konnte.

Ein Bruder, zwei Vettern und ein alter Oheimdes Gctödteten kamen auch, vom Kopse bis zum Fußebewaffnet, mit einer Unzahl Bravi an, und machtenmit drohenden Blicken und Geberden die Ronde umsKloster. Kaum hatte Ludoviko seine Gedanken sam-meln können, als er einen Bruder Beichtiger ver-langte und ihn bat, zu Christoph's Witwe zu gehen, siein seinem Namen wegen des unschuldig herbeigeführ-ten Todes ihres Mannes um Verzeihung zu bitten undihr zu versichern, daß er die Sorge für die Familieauf sich nähme. — Was ihn selbst anbetraf, so er-faßte er nun ernstlicher als je den Gedanken, Mönch zuwerden; cs schien ihm, als habe Gott selbst ihm dieseVeranlassung und Lage als Wink bereitet, und seinEntschluß stand fest. Er ließ den Guardian kommenund theilte ihn diesem mit. Die Antwort lautete,daß man sich damit nicht übereilen dürfe, beharre ecaber auf seinem Willen, so solle ihm gern Folge ge-leistet werden. Ludoviko sandte nun nach einem No-tar und machte aus seinem ganzen noch übrigen Ver-mögen eine Schenkung an Ehristoph's Kinder undWitwe. Ludoviko's Entschluß kam dem Klostersehr zu statten, denn es war seinetwegen in der Klem-me.. Ihn fortzuschicken und der Gerechtigkeit zu