Druckschrift 
1 (1828)
Entstehung
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»Ich habe ihn schon einmal gesehen," sagte Renzo-

Gut," fuhr Agnes fort,das ist der Mann.Ich weiß, daß er mehr als Einem schon aus der Tintehalf, der so tief darinn saß, daß er weder wo ausnoch' ein wußte; und er war noch keine Stunde un-ter vier Augen mit dem Doktor Nolhstall gewesen,so lachte er darüber."

Nimm die vier Kapphahne, ich wollte sie zuheute Abend schlachten! und trage sie zu ihm, dennMit leeren Händen darf man dem Herren niemalskommen. Erzähll ihm den Unfall und Du wirst sehen,er giebt Dir stehenden Fußes einen Nath, den wirwohl in einem Jahre nicht würden ausgeklügelt ha-ben!"

Renzo billigte den Vorschlag, Luzia auch, undAgnes lhat sich etwas daraufzu gute, daß er von ihrherrühre. Dann ging sie in den Stall, sing dieKapphähne ein, band sie mit einem Bindfaden anden Füßen zusammen, als ob sie einen Blumenstraußwinde und stellte sie Renzo zu, der denn alsbald mitihnen sich durch die Hinttrthüre auf den Weg machte.Ueber die Straße durfte er sich wegen des Gespöttesder Kinder nicht wagen. Als er nun über die Felderhinstrl'ch und sein Unglück bedachte und das beabsich-tigte Gespräch mit dem Doktor, befanden sich diearmen Hähne sehr schlecht, denn er pflegte die Em-pfindungen seines Innern mit Gesten zu begleiten,und hieb mannigmal unbarmherzig auf sie los.