Druckschrift 
1 (1828)
Entstehung
Seite
45
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und Zorn:Das soll öle letzte Schandthat desSchurken seyn!"

Nenzo, um Gottes Willen!" rief Luzia:Eslebt ja auch für die Armen ein Gott. Wie soll eruns aber chelfen, wenn wir Böses thun? Rcnzo! "fuhr sie beruhigter und hoffend fort,Du verstehstDein Handwerk, ich bin auch arbeitsam, laß unsfliehen, so weit, daß unser Feind nichts mehr von unshöre!"

Und was dann, Luzia? wir sind ja noch nichtMann und Frau ?" Luzia fing wieder an zu weinen,und es folgte eine Pause der Betrübniß, wogegen dieFestkleidung aller nicht wenig abstach.

Hört, Kinder, ich will Euch etwas sagen/'meinte endlich die alte Agnes.Ich war vor Euchauf der Welt und kenne sie ein wenig. Man mußnur den Muth nicht verlieren. Der Teufel ist nichtso schlimm, wie er aussieht. Uns armen Leuten scheintjeder Wirrwarr größer als er ist, weil wir das Endenicht finden können; aber ein Studierter weiß allesganz anders anzugreifen. Renzo, folge mir, gehe nachLecco zum Doktor Nothstall, erzähle ihm ....nenne ihn aber ja nicht so, denn cs ist nur ein Bei-name , alle Welt nennt ihn so, ich weiß aber

seinen richtigen Namen nicht. Du brauchst ihn janur Herr Doktor anzureden. Gut; suche ihn alsoauf, er ist lang, mager, kahl, rothnasig und hareine Himbeere, als Maal auf dem Backen,",