Druckschrift 
1 (1828)
Entstehung
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Er schlug das Brevier abermals auf, las ein Stückund gelangte zu einex Krümmung des Weges , wo erallemal auf - und sich umzusehen pflegte. Die Straßelief nun etwa sechszig Schntte.-weit gerad' aus undtheilte sich dann in zwei schmalere Fußwege., Derzur rechten Hand führte bergaufwärts zur Wohnungdes Pfarrers, der zur Linken ging ins Thal hinabbis zu einem Strome und war nur von einer sehrniedrigen Mauer umgeben. Die inneren Mauernder beiden Wege vereinten sich nicht winkelförmig, son-,dern in einer kleinen Capelle, die mit seltsamen, läng-lichen, geschlängelten Figuren bemalt war. DcsKünst-lersAbsicht mochte wohl gewesen sepn, Flammen dar-zustellen und mit den Flammen noch andere verschie-dene Gestalten, nämlich Seelen aus dem Fegefeuer.Flammen und Seelen waren ziegelsteinfarbcn, aufgrauem Grunde, und der Kalk hie und da abgelöst.

Als der Pfarrer nach der Kapelle hinsah, hatteer einen ihm gar nicht erfreulichen Anblick. Er be-merkte nämlich, da wo sich die Wege schieden, zweiMenschen. Der eine saß rittlings auf der kleinerenMauer und hatte ein Bein nach außen herabhängen,das andere stand auf dem Wege. Der andere lehnteneben ihm an der Mauer, die Hände kreuzweis überdie Brust geschlagen. Beider Aussehen und Haltungließ über ihren Stand nicht in Zweifel. Einer wie derandere hatte ein grünes Netz auf dem Kopfe, das aufdie linke Schulter herabfiel und in einer großen Quaste