endete. Auf der Stirne gukte unterm Netze ein gewal-tiges Touppee hervor. Sic trugen große an den Spi-tzen gekräuselte Knebelbarte. Die Jacke hielt einblanker Ledergürtel zusammen, woran, mit Hakenbefestigt, zwei Pistolen und ein Pulverhorn hingen.In der rechten Tasche der weiten Pumphosen erblickteman den Heft eines Dolches. Links klirrte ein großerDegen mit ungeheurem Gefäße, das aus einer blan-ken, leuchtenden, mit vielen Ziffern bezeichnten Mes-stngplat'te bestand. Kurz, der erste Anblick erwies beideKerle für Bravi. —
Diese Menschenklasse hat sich jetzt ganz verloren,war aber damals und schon seit langen Zeiten iii derLombardei sehr ausgebreitet. Die Regierung hatteihr entgegengestrebt, doch ohne Erfolg. BesondereMühe gab sich Don Carlos von Arragonicn, als Gou-verneur von Mailand und Generalkapitain von Ita-lien, in den Jahren 1283 und 84, ihre Banden aus-zurotten. Wer nur den Namen Bravo führte, selbstwenn man ihn keiner Verbrechen beschuldigen konnte,sollte gehangen werden. Aber der Bravi wurden nichtweniger, sondern nach diesen Maasregeln in Stadtund Land nur immer mehr und mehr, und alle fol-genden Gouverneure hatten mit ihnen zu thun undzu kämpfen, ohne ihnen den Todesstoß beibringen zukönnen. Auch zur Zeit unserer Geschichte und zwarein Jahr vor dem Vorfälle mit Do:> Abbondio hatte