Druckschrift 
3 (1828)
Entstehung
Seite
410
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ter (den selbständigen Tieck wird Niemand hiernennen), es findet sich vielleicht mit wenigen Ausnah-men bei keinem der neueren überhaupt, so erfreuen-de (wohl durch unmittelbaren Einfluß von-the's Schriften erzeugte) Verwandtschaft mitGöthe'sGeist, als bei Manzoni.

Göthe's allumfassender Geist giebt seinen Schrif-ten den Inbegriff seines ganzen Jahrhunderts; siegingen aus und mit demselben hervor, und durch siebildete sich der Dichter zum geistigen Reformator sei-ner Zeit; gelangte in ihnen zu eben der höchstenZweckmäßigkeit, ward durch sie, die als ewige Denk-male dieser geistigen Reformation dastehen, zum un-entbehrlichen Führer jedes nach der allgemeinen höhe-ren Weltbildung strebenden Geistes.

Auf dieser Höhe der Weltbildung sieht Manzoni,sein Geist ist frei von Vorurtheilen, Grund-Jrrthü-mern im Gebiete der Kunst. Seine beiden tadellosund trefflich skitzirten Dramen athmen den freien Ac-therder Poesie, und sicherlich wird das nächste Werk,mit dem Manzoni fein Publikum beschenkt, nach denVorstudien dieses Romans, in Wahl des Stoffesgleichwie in der Ausführung ungleich vollendeter.

Vermißt man bei Manzoni noch jene philosophischeTiefe und Unerschöpslickkeit, die höchste Weihe, diein der unendlichen Harmonie aller einzelnen Theiledes Kunstwerkes eben deshalb beruht, weil ein jeder