Druckschrift 
3 (1828)
Entstehung
Seite
402
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eine, ein wenig vernünftigere Verordnung: Abga-benfteiheit auf zehn Jahre, allen Fremden, die sichin diesem Staate niederlassen wollten: für unsereEompagnons ein neues Fressen.

Noch vor Ablauf des ersten Ehcjahres erblickte einniedliches Wesen die Welt, und, als wäre es aus-drücklich gekommen, Renzo'n Gelegenheit zu rascherErfüllung seines Gelübdes zu geben, es war einMädchen ; wie sich von selbst versteht, ward sie Ma-ria getauft. Mit der Zeit kamen auch noch , ich weißnicht wie viele, andere zum Vorschein, Mädchen so-wohl als Knaben ; und Agnes hatte ihre wahre Noth,sie immerdar, eines nach dem andern, herumzutragen,sie böse Rangen zu nennen und derb und tüchtig ab-zuschmatzen. Sie waren alle zum Wohlthun geneigt,und Renzo ließ dem einen wie dem andern lesen undschreiben lehren; indem er sagte, da die Schelmereieinmal da-fey, sollten auch sie Nutzen davon ziehen^

Ergetzlich war es, ihn selbst seine Fahrten er-zählen zu Horen: einmal wie das andere erwähnteer der großen Dinge, durch die er gelernt habe', sichin Zukunft besser zu beherrschen. Ich habe gelernt,"sagte er:mich nicht in fremde Händel zu mischen:ich habe gelernt, nicht den Prediger spielen zu wollen:ich habe gelernt, nicht mehr zu trinken, als ich ver-tragen kann: ich habe gelernt, daß man Thürklop-fer nicht in der Hand halten darf, wenn Leute in derNahe sind, denen der Kopf warm ist: ich habe ge-