Druckschrift 
3 (1828)
Entstehung
Seite
368
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vorstellen, mit welcher Gutherzigkeit, wie freundlicher diese Vorwürfe aussprach.

Jene Nachricht hatte ihn so gesprächig, so unge-zwungen gemacht, wie er seit langer Zeit nicht war;wir würden noch viel zu sagen haben, wollten wir al-les hinterbringen, was sich diese Leute einander sag-ten; Don Abbondio spann die Unterhaltung immerfort, hielt die Gaste, wenn sie gehen wollten, mehrals einmal zurück, ja begleitete sie bis an die Haus-thüre und konnte auch da nicht «blassen, noch einwenig zu plaudern.

Am folgenden Tage empfing er eben so unerwar-teten als angenehmen Besuch, den schon besagtenHerrn Marchese: ein Mann zwischen dem Mannes-und Greisxnalter, dessen Anblick ihn kund gab, alswas der Ruf ihn nannte: offenherzig, wohlwollend,sanft, bescheiden, würdevoll; aber auch gewisse,resignirte Betrübniß.

Ich bringe Euch," sagte er,Grüße vomCardinal Erzbischoffe."

O, welche Herablassung! welche Gnade!"

Als ich von dem unvergleichlichen Manne, dermich seiner Freundschaft würdigt, schied, erwähnteer gegen mich zweier jungen mit einander versproche-nen Leute dieses Kirchspiels, die von dem armen DonRodrigo viel hatten ausstehen müssen. Seine Emi-nenz wünscht Nachricht über sie zu Hab en. Leben sie ?Sind ihre Sachen in Ordnung?"