Kirchsprengkl gab es am vorigen Sonntage fünfzigTrauungen."
„Wie ich ja sage, die Welt will noch nicht un-tergehen. Und Ihr, liebe Frau, summt's Euch nichtmanchmal vor dem Kopfe? " >
„Nein , nein, ich denke nicht daran, und willnicht daran denken."
„I ja doch ! Ihr werdet eben allein bleiben wol-len. Auch Agnes , seht, auch Agnes
„Ach! Ihr seyd aufgelegt zu scherzen," sagtediese.
„Gewiß bin ich es : und ich denke, es ist jeht end-lich an der Zeit. Ist es uns nickt schlimm ergangen?'Wie ? Ihr jungen Leute! Es ist uns sehr schlimm ergan-gen: die vier Tage, die wir noch zusammen verbringen,dürfen wir doch ein wenig lustiger seyn. Aber! Ihrsevd glücklich zu preisen, Ihr seyd dem Unglück entgan-gen, habt nun eine Weile, von dem was vorbei ist, zuschwatzen. Ich armer, alter Mann .... Die Schur-ken können sterben ; von der Pest kann man genesen;gegen das Alter giebt's aber kein Mittel, und, wieman sagt: öenootus ip>sa 68t moi'hus."
„Jetzt," sagte Renzo, „sprecht so viel Latein Ihrwollt, jetzt ist's mir einerlei."
„Hast es doch immer mit dem Latein! schon gut,schon gut, wir wollen schon sehen: wenn ich erst mitdem Mädchen hier vor Dir stehe, Dir so ein paargewisse Wörtchen auf Latein zu sagen, werde ich zu