Druckschrift 
3 (1828)
Entstehung
Seite
343
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ren und Sehen. Nun, Du sollst schon hören ....Und sie ist da, sie wird hierherkommen, wird meineFrau werden; Du bist Zeuge, und Pest hin, Pesther, wir wollen wenigstens ein paar Stunden rechtlustig und vergnügt seyn."

Er hielt das dem Freunde gegebene Wort, denganzen Tag zu erzählen; umso mehr, als derselbe,da es immerfort regnete, zu Hause blieb und theilsdem Freunde zur Seite saß, theils mit einem kleinenZuber und Weinfasse uich mit anderen, zur Wein-lese und zum Mostpressen nöthigen Vorarbeiten be-schäftigt war; wobei Renzo nicht unterließ, ihmhülf-reiche Hand zu leisten, Weiler, wie er sagte, zu de-nen gehörte, die vom Müßigstchen müder würden,als vom Arbeiten. Er konnte sich dessen ungeachtetnicht enthalten, einen kleinen Abstecher nach Agne-sens Hause zu machen, ein gewisses Fenster dawieder zu sehen und sich die Hände zu reiben. Erging, kam ungesehen zurück und legte sich zeitig nie-der. Am kommenden Morgen stand er zeitig wiederauf und da es, wenn es sich auch noch nicht aufge-hellt hatte, doch nicht mehr regnete, so machte ersich alsbald auf den Weg nach Pasturo.

Er kam bei guter Zeit an, denn das Verlan-gen, die uns schon bekannte Unruhe zu enden,hatte ihn zur äußersten Eile angespornt, suchte Ag-nesen, hörte, sie sey munter und wohl, und wurdenach einem einsam stehenden Häuschen, wo sie wohnte,