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3 (1828)
Entstehung
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zu einem Platzregen und ehe er Noch einen Fuß aufven Fußsteg gesetzt hatte, goß es wie mit Eimern.Weit entfernt, dies beschwerlich zu finden, frohlock-te ec, erfreute! sich dieser Kühle, dieses Gemurmelsund Gewimmels der erregten, triefenden, erfrischten,glanzenden Blatter und Pflanzen, schöpfte in vollen,weiten Zügen frischen Athem, und empfand in dieserAuflösung der Natur lebhafter und freier die seinemeigenen Geschick gewordene.

Um wie viel reiner und vollkommener würde dieseEmpfindung aber nicht gewesen sevn, hatte er erra-tben können, was sich einige Tage darauf kund gab:daß dieser Regen die Ansteckung fortnahm, gleichsamhinwegwusch; daß von da an das Lazareth, wenn esauch nicht alle in ihm Lebenden dem Leben zurückgab,doch keinen neuen Raub mehr verschlang; daß nachVerlauf einer Woche Hausthüren und Laden wiederoffen standen, man fast nur noch von Quarantänesprack ;und mit wenigen Ausnahmen kein Zeichen vonder Pest zurückblieb, als die Spuren, welche für ge-wisse Zeit ihre nothwendige Folge seyN mußten.

Unser Wanderer schritt also mit großer Herzens-freudigkeit weiter, ohne zu wissen, wo- noch wie, nochwann, noch ob er Schutz für die Nacht finden werde;nur begierig weiter zu kommen, bald im Dorfe anzu-langen, mit Jemand reden, Jemand erzählen, be-sonders aber bald nach Pasturo gehen, Agnesen auf-suchen zu können. Sein Gemüth war von allen den