angehört, ich kann nur den Herrn loben, der sich,auch wenn erzürnt, als Vater zeigt, verschon, in-dem er Eines das Andere finden ließ, Einem wiedem Andern einen so herrlichen Beweis seiner Liebegegeben hat.— Doch," fuhr er, zu Nenzo gewandt,fort und ergriff seine Hand: „wir Beide haben nunnichts mehr hier zu thun und sind schon allzulangegeblieben. Komm."
„O Pater!" sagte Luzia: „sehe ich Euch dennwieder? Ich, die ich so gar nichts Gutes auf der Welt
thuc, bin genesen, und Ihr_!"
- „Seit lange schon," sagte der Greis sanft undernst: „bitte ich den Herrn um eine große Gnade,um die: mein Leben für Andere hinzugeben. Gefälltcs ihm, sie mir jetzt zu gewahren, so bedarf ich Aller,die sich meiner erbarmen, Ihm mit mir dafür zu dan-ken. Fort; sage Renzo'n, was er an Deine Mutterausrichten soll."
„Erzähle ihr, was Du gesehen hast," sagte Lu-zia ihrem Verlobten r „ daß ich hier eine zweite Mut-ter gefunden habe, die, sobald sie kann, mit mirzu ihr kommen wird, daß ich hoffe, sie gesund zufinden."
„Wenn du Geld brauchst, " sagte Nenzo: „ichhabe hier bei mir alles, was Du mir schicktest,und_"
„Nein, nein," unterbrach die Witwe: „ichhabe Geld genug."