Druckschrift 
3 (1828)
Entstehung
Seite
329
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32s)

sagte Luzia, mit nur von Schaam noch bewegtemAntlitz.

Der Mönch winkte den Jüngling herbei, der imentferntesten Winkel stand und (da er sonst nichtsthun konnte) starr und fest dem Gespräche zusah,bei dem er so sehr betheiligt 'war; und als ec nahestand, sagte jener zu Luzien:Kraft der Gewalt,die ich von der Kirche empfangen habe, sprecheichDich frei von dem Gelübde der Keuschheit, vernichte,was darin Unbedachtes liegen, und entledige Dichjeder Verbindlichkeit, die daraus entspringen könnte."

Man denke sich, wie diese Worte Renzo's Ohrerklangen. Er dankte mit den Blicken lebhaft dem,der sie sprach, und suchte alsbald, doch vergebens,Luziens Blicken zu begegnen.

Folge wieder mit Sicherheit und Frieden deinenfrüheren Gedanken," fuhr der Kapuziner zu sprechenfort:Bitte den-Herrn von Neuem, um was DirIhn sonst batest: ein frommesWeib zu werden, undsey gewiß, daß er seine Gnade nach so langem Wehreichlicher über Dich ausströmen wird. Und Du,'"sagte er zu Renzo:bedenke, mein Sohn, daß,wenn die Kirche Dir diese Gefährtin zurückgiebt, esnicht geschieht, Dir zeitlichen, weltlichen Trost zuertheilen, der, er möchte auch noch so rein und voll-kommen und ungetrübt seyn, doch, wenn er dereinstendete, einem großen Schmerz Raum geben müßte;bedenke, daß cs nur geschieht, Euch Beide auf den