Druckschrift 
3 (1828)
Entstehung
Seite
326
Einzelbild herunterladen
 

326

iti

Nun, Luzia! der Herr hat Dich aus vielen- W

then erlöst. Du kannst wohl zufrieden seyn, immerauf ihn gehofft zu haben." ^

Ach ja ! Aber Ihr, Pater? Ick Arme, wie scyd ^

Ihr verändert! Wie ist Euch? sagt: wie ist Euch ?"

Wie Gott will und wie. Dank sey es seiner ^

Gnade! auch ich will;" entgegnete der Pater mit ^

heiterem Antlitz; zog das Mädchen in eine Ecke und ^

fügte hinzu:höre: ich kann nur wenige Augen-blicke hier weilen. Willst Du mir noch eben so ver-trauen, wie ehedem?" - ^

,Ach! Seyd Ihr denn nicht immerdar meinVater?" - ^

Also, meine Tochter; wie ist es mit Deinem ^ ^

Gelübde, von dem Renzo mir erzählt hat?" ^

Es ist ein Gelübde, das ich der heiligen Jung-frau darbrachte, nimmer zu heirathen." > ^

Bedachtest Du aber damals, daß ein Verspre- ^

chen Dich binde?"

Ich dachte an den Herrn und Madonna! .... ^

sonst an nichts."

Der Herr, meine Tochter, nimmt Opfer undGaben an, die wir ihm für uns selbst darbieten. Es !o

ist das Herz, was er will, den Willen: aber Du lij

kannst ihm nickt den Willen eines Andern darbrin-gen, dem Du Dich schon versprochen hattest."

Habe ich gesündigt?"

Nein, armes Mädchen, denke nicht daran: r-,