Druckschrift 
3 (1828)
Entstehung
Seite
318
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„Aber Renzo, er weiß nicht ...."

„Siehst Du denn aber nicht ein, daß, wenn einHeiliger spricht, der Herr ihn sprechen läßt? und daßr nicht so gesprochen haben würde, wenn es nicht wirk-lich so wäre.... Und die Seele des Armen ? Ich habewohl recht für ihn gebetet und werde für ihn beten:ich habe von Herzen gebetet, gerade als wenn er meinleiblicher Bruder wäre. Aber-was willst Du, sollaus dem Armen in jener Welt werden, wenn sich dieseSache auf dieser Welt nicht fügt, wenn das Nebel,das er gestiftet hat, nicht ungeschehen gemacht wird?Willst Du vernünftig seyn, so ist alles wieder wievorher: was geschehen ist, ist geschehen: er hat sei-ne Strafe hier weg —"

, „Nein, Renzo, nein! Gott will nicht, daßwir Böses thun^ um für ihn barmherzig zu sepn:stelle es nur ihm anheim; unsere Pflicht ist, zu ihmzu beten.:. Wenn ich nun diese Nacht gestorben wäre,hatte ihm Gott , da also nicht verzeihen können? undwenn ich nicht gestorben bin, wenn ich errettetwurde...."

„ Und Deine Mutter, die arme Agnes, die mirimmer so gut war, die uns so gern Mann und Fraugesehen hatte, hat sie Dir nicht auch gesagt, daß eseine verkehrte Idee ist. Sie, die Dir auch schon an-deremale den Kopf zurecht gesetzt hat, weil sie in man-chen Stücken richtiger denkt als Du — "

„Meche Mgrtter! Willst Du, daß meine Mut-