Renzo sah alsbald ein, für was man ihn halte,daß das Glöckchen an dem Jrrthume Schuld fey;schalt sich , nur daran gedacht zu haben, welcher Um.annehmlichkeitcn ihn dieses Zeichen entheben, nicht,welche es ihm zuziehen könne; gedachte aber zugleichauch, sich den Commissar vom Halse zu schaffen. Erwinkte ihm eiligst, antwortend mit dem Kopfe, ihn zubedeuten, er habe gehört und gehorche, und entzog sichseinen Blicken, indem er sich nach einer Seile unter dieHütten verlor. Als er sich fern genug glaubte, wollteer sich von der Ursache dieses Aergernisses befreien,und begab sich, es, ohne gesehen zu werden, zuvollbringen, in eine Enge zwischen zwei kleinen Hütten,die mit den Rücken gegeneinander standen. Er bücktsich, die Riemen zu lösen, und indem er so mit demKopfe ander Strohwand der einen Hütte lebnt, dringtaus derselben eineStimmeinscin Ohr.... O Himmel!ist es möglich? Seine ganze Seele ist in diesem Ohr!sein Athem stockt.... Ja! Ja! es ist jene Stimme!.... „ Weshalb fürchten?" sagte die sanfte Stimme:„wir haben ja schon schlimmere Leiden überstanden.Wer uns bis jetzt behütete, wird uns auch weiterbehüten."
Schrie Renzo nicht laut auf, so hielt ihn nichtdie Furcht ab, entdeckt zu werden, sondern er warkeines Lautes fähig. Seine Knice wankten, sein Au-ge umschleierte sich: das war aber Sache des erstenAugenblicks, im zweiten stand er fest, war bei sich,