wie du siehst, giebt cs viel zu thun."
Renzo erzählte, wahrend er einen Löffel nachdem andern zum Munde führte, zuerst Luziens Ge-schichte; wie sie in dem Kloster in Monza Schutz ge-funden habe, geraubt worden sey — Bei der Vorstel-lung aller dieser Leiden und Gefahren, bei dem Ge-danken, daß die arme Unschuldige eigemlich durch ihnan diesen Ort gelangt sey, verging dem guten Möncheder Athem; er empfing ihn aber bald wieder, da erhörte, wie wunderbar sie gerettet worden, ihrer Mut-ter wieder gegeben und von derselben zu Donna Pra-xedia gebracht worden sey.
„Nun will ich von mir erzählen, " fuhr der Er-zähler fort und erzählte kürzlich die Geschichte jenesTages in Mailand, seine Flucht; wie er stetsvon Hause zugebracht und jetzt, da alles bunt überEcke gegangen, sich entschlossen habe heimzukehren;wie er daselbst Agnesen nicht angetroffen; wie er inMailand erfahren, daß Luzia sich im Lazareche befinde;„und ich bin hier," schloß er; „ bin hier. sie zu
suchen, zu erfahren, ob sie noch lebt, und ob-
sie mich noch will .... denn_bisweilen — "
„ Was hast Du aber hier für Nachmessungen?"fragte der Mönch: „ weißt Du gar nicht, wohin siegebracht worden, seit wie lange sie hier ist?"
„Nichts, lieber Pater; weiß nichts, als daß sie