brochenes, ungewisses Gesumm von Klängen; liehman das Ohr, konnte man doch nicht unterscheiden,von welcher Seite es kam, hatte es wohl für fernesGerassel plötzlich still haltender Karren gehalten. Ausden umliegenden Feldern bewegte sich nicht ein Zweigeines Baumes, nicht ein Vogel flog auf ihn niederoder von ihm weg: nur eine Schwalbe zeigte sich wohlhie und da plötzlich auf dem Dache des Gebäudes,glitt mit ausgefpannten Flügeln hinab, über denErdboden hinzustreifen; stieg aber rasch wieder in dieLüste, wie erschreckt von dem Gewirre, vor ihm flie-hend. Es war eine Zeit, in der unter einer SchaarWanderer kein einziger das tiefe Schweigen zu bre-chen wagte; der Jäger gedankenvoll, gesenkten Blickeseinherging; die aus dem Felde geschäftige Bäuerin,ohnees zu wissen, zu singen aufhörte; eine Zeit, wie siedem Sturme vorhergeht, in der die Natur, äußerlichgleichsam erstorben, im Innern von heftiger Gährungergriffen, alles Leben zu ersticken scheint, allen Lebendeneine gewisse Schwerfälligkeit in allem, was sie lhun,selbst !m Müssiggange, ja selbst im bloßen Daseyn einzu-hauchen scheint. In diesem, vorzugsweise zum Leidenund Sterben bestimmten Orte, sah man Menschen,schon erfaßt von Krankheit, unter der neuen Last er-liegen; sah man Hunderte von Menschen mit reißen-der Schnelle immer hinfälliger werden, ersterben,ihre letzten Augenblicke um so peinvoller, mit den ge-reizteren Schmerzen ihre Wehklagen ersticken: viel-
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