Druckschrift 
3 (1828)
Entstehung
Seite
230
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einer geringen, verborgnen Ähnlichkeit, mit seinemdummen Bruder entwickelt.

,^O Tonio!" sagte Renzo, blich vor ihm ste-hen:bist Du cs?"

Tonio richtete die Augen auf, ohne den Kopf zubewegen.

Tonio, kennst Du mich nicht?"

Heutemir, morgen Dir," erwiederte Tonio,den Mund offen lassend.

Hat es Dich betroffen, armer Tonio, aber kennstdu mich nicht mehr?" -

Heute mir, morgen Dir," erwiederte jener,den Mund zu einem einfältigen Lächeln verziehend;Nenzo sah, daß sonst nichts aus ihm zu bringen seyund ging bctrühteren Herzens weiter, Indem er umeine Ecke bog, gewahrte er eine auf ihn zukommen-de, schwarze Gestalt, erkannte bald Don Abbondio.Er ging Schritt vor Schritt, trug den Stock wie Je-mand, der sich gegenseitig, von ihm. tragen laßt, und jenäherer kam,desto mehr ließ sich aus seinem bleichen,abgezehrten. Gesichte, aus seinem ganzen Westn abneh-»yc.n, daß auch er sein Kreuz getragen habe und trage-Auch er guckte, guckte, es war ihm so, war ihm auchnicht so: cs war etwas Fremdartiges im Anzuge des-Menschen, es yerrieth einen Fremden aus Bergamo.

Er ist es und kein Anderer!" sagte er bei sich,hob die Hände mit einer Bewegung ärgerlichen Stau-yens gxi» Himmel, hielt den Stock in der rechten