Druckschrift 
3 (1828)
Entstehung
Seite
228
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sänge in die Grube warf. Gegen Mittag verweilteer in einem Gebüsch, ein wenig Brod und Zukost,das er mitgenommen hatte, zu verzehren. Früchte,mehr als er bedurfte, konnte er sich dem ganzenWeg entlang nach Belieben zueignen: Feigen, Psir-schen, Pflaumen, Birnen so viel er wollte; er brauchtenur in einen Weinberg zu gehen, die Hand auszu-strecken, vondenAesten abzupflückcn, oder die reiferenvon der Erde, die damit ganz besät war, aufzule-scn- Das Jahr gab überreiche Obsternte, beinahekein Mensch trug dafür Sorge, und die Jedermannpreisgegebenen Weintrauben bargen fast das Wein-laub.

Gegen Abend sah er sein Dörfchen vor sich; wievorbereitet er auch auf diesen Anblick war, fühlte erbei ihm doch sein Herz erbeben, fühlte mit einemmaleeinen Haufen trauriger Erinnerungen, trauriger Ah-nungen auf sich eindringen: er glaubte die widrigenGlockenschläge zu vernehmen, die ihn gleichsam beglei-teten , ihn bei seiner Flucht aus dem Dorfe verfolg-ten, vernahm gewissermaßen mit ihnen die jetzt rings-um herrschende Todtenstille. Stärkere Unruhe em-pfand er, als er den Todtenackcr betrat, und noch är-ger glaubte er, müsse es am Ziele seines Weges wer-den; denn wo er beschlossen hatte, hinzugehen, wardas Haus, was er sonst gewohnt war, Luziens Woh-nung zu nennen. Jetzt konnte höchstens Agnes esbewohnen, und die; xinziggMnade, die er vom Him-