Druckschrift 
3 (1828)
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nem gewissen Tage auf dem Domplatze einen sechs-spännigen Wagen halten sehen, worin ein vorneh-mer Mann mit glanzender Umgebung gesessen, er sevsehr düster, schwärzlicher Gesichtsfarbe, herrischenAnsehens, die Augen sepcn ihm entzündet gewesen,die Lippen wie zu einer Drohung geöffnet, die Haarehaben ihm zu Berge gestanden. Der Zuschauer sel-ber Einladung in die Kutsche zu steigen gefolgt: mansey darauf eine Strecke gefahren, der Wagen habevor der Thüre eines Pallastes stillgehalten, man seyausgestiegen, er sey mit den Anderen eingekrcten undhabe Anmuth und Entsetzen, Wüsten und Garten,Höhlen und Sale und darin zu Nathe sitzende Spuk-gestalten gesehen. Am Ende habe man ihm großeKasten mit Geld gezeigt und ihn aufgefordert, ermöge davon nehmen, soviel er wolle, müsse aber da-für auch ein Gefäß mit Pcstsalbe annehmen und da-mit in der Stadt umhergehen und verpesten; undals er sich, dies zu thun, weigerte, befand er sich plötz-lich wieder an dem Orte, wo man mit ihm abfuhr.Diese Geschichte glaubte man nicht allein hier beimVolke allgemein, sondern sie wurde, wie Ripamonlimeint, auch von gelehrten, verständigen Leuten beiweitem nicht hinlänglich verspottet; sie verbreitete sichdurch ganz Italien und ins Ausland, wurde inDeutschland gedruckt, und der Churfürst-Erzbischofsvon Mainz schrieb an den Cardinal Friedrich undfragte ihn, was man von den Gerüchten über Mai-