allgemeinsten Annahme, die Zahl von zwölf-, fünf-zehnhundert, und, wollen wir Tadino Glauben schen-ken, oft die von dreitausendfünfhundert!
Stelle man sich vor, in welchen Bedrängnissender Rath der Zehne seyn mußte, insofern es ihmoblag, für die öffentliche Nothdurft zu sorgen, zuretten und zu thun, was in einem solchen Zustandeder Dinge zu retten und zu thun war. Tagtäglichmußten, öffentliche Diener aller Art ersetzt und ver-mehrt werden: Monatti, mit welchem schon damalsalten Namen, ungewissen Ursprunges, man dieje-nigen bezeichnete, die die schwierigsten, gefahrvollstenDienste bei der Pest über sich hatten: Leichname inden Häusern, auf den Straßen, im Lazarethe auf-zuladen, zu den Gruben zu schaffen und zu beerdigen;Kranke in das Lazareth zu tragen oder zu führen,zu warten und zu pflegen; angesteckte, oder der An-steckung verdächtige Gegenstände zu verbrennen oderzu reinigen: Schergen, deren Hauptgeschäft, denPestkarren voran zu gehen und Jedermann in derNähe durch den Klang eines Glöckchens zum Auswei-chen zu ermahnen: Commissarien, welche über dieEinen wie die Andern unter dem unmittelbaren Befeh-le des Sanitättribunales Aufsicht führten. Manmußte das Lazareth mit Aerzten, Wundärzten, Arz-neien und Lebensmitteln und so vielem andern, erfor-derlichen Geräthe eines Krankenhauses versehen hal-ten; mußte den neuankommenden Hülfsbedürstigen