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3 (1828)
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Ereigniß für nichts weiter nahmen, als böswilligenSpott und die ihn etwa Schülern» Edelleuten oderOffizieren, die sich vor Casale langweilten, zuschrieben.Und da nichr, wie man gefürchtet hatte, allgemeinereAnsteckung und Zerstörung erfolgte, so verlor sich dererste Schrecken nach und nach und die ganze Sachekam in Vergessenheit.

Eine gewisse Anzahl Personen war auch nochüberzeugt, daß keine Pest vorhanden sey. Im La-zarethe, so wie in der Stadt, wurde noch mancherKranke wieder hergestcllt, und daraufgründete denn einTheil des Volkes und selbst Aerzte diese hartnäckigeMeinung, weil, wie sie meinten, wenn es Pestwäre, Niemand wieder hcrgestellt werden könnte.Alle Zweifel zu benehmen, erfand das Tribunal eindem Bedürfnisse entsprechendes Hülfsmittel, eine Artzu überzeugen, wie die Zeit es zu verlangen und andie Hand zu geben schien. An einem Psingstfeiertagepflegten die Einwohner auf den St. Gregorius Got-tesacker, vor der Porta orientale, zu wallfahrten undfür die Seelen der an der letzteren Seuche Ver-storbenen, deren Körper hier begraben waren, zu be-ten. Jedermann betrachtete diese Andachtübung alseine festliche Gelegenheit, sich lustig zu machen, underschien daher in dem höchst möglichsten Staate. Esbefand sich unter den an diesem Tage Gestorbeneneine ganze Familie, deren Leichname, zur Stun-de des größten Zulaufes, mitten durch die Wagen,