Druckschrift 
3 (1828)
Entstehung
Seite
119
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Agnes! Ihr HM einen gescheuten Gedanken ge-habt." Sie setzte ihren Tragkorb auf ein Tischchen»fuhr mit den Armen in die Gurte und hob sich ihnauf den Nucken.

Könnte man denn nicht," sagte Don Abbondio, ein paar Männer aufsinden, die mit uns kamen,ihrem Pfarrer das Geleite gäben ? Wenn wir nununterwegs einem oder dem andern Buschklepper, de-ren es leider! genug in der Welt giebt, begegneten;was könnt Ihr mir helfen?"

Sollen wir noch mehr Zeit verlieren?" riefPerpetua:Jetzt, wo Jeder für sich allein zu sorgenhat, sollen wir umher laufen und Leute für Euchauftreiben. Geht, geht, holt Euer Brevier undEuren Hut, daß wir fottkommen!"

Don Abbondio ging, kam alsbald mit seinem Bre-vier unterm Arme, Hut auf dem Kopfe, Stock in derHand wieder, und alle drei verließen durch eine aufden Gottesacker führende Hinterthüre das Haus.

Perpetua verschloß es, nicht sowohl, weil sie gro-ßes Vertrauen in das Vorlegeschloß und die Thüresetzte, als bloßer Förmlichkeit willen, und steckte denSchlüssel in die Tasche.

Don Abbondio warf im Vorübergchcn einen Sei-tenblick auf die Kirche und murmelte zwischen denZähnen: das Volk mag sie bewahren, sie dient ihm.Halten sie auf ihre Kirche, so werden sie an sie den-ken, halten sie nichts darauf, so ist's ihre Schuld."