samkeit, indem er alle Summen zusammennahm, diezu anderen, großmütbigen, jetzt als von minderer Wich-tigkeit nachstehenden Zwecken bestimmt gewesen waren,auf alle Weise getrachtet, Geld herbeizuschaffen, umalles zur Erleichterung der Hungersnot!) zu verwen-den. Er hatte große Ankäufe von Getraide gemacht,einen guten Theil derselben in die am meisten be-drängten Ortschaften seiner Diözcs versendet; da dieseHülfe bei weitem nicht dem Bedürfnisse gleichkam,schickte er auch noch große Quantitäten Salz nach;„mittelst dessen," sagt Ripamonti, die >Sache-,er-zählend, „das Gras der Wiese und das Bast derBaume sich in menschliche Nahrung verwandeln läßt."Auch an die Kirchsprengel der Stadt vertheilte er Kornund Geld; begab sich selbst aus dem einen in das an-dere und spendete Almosen; unterhielt im Geheim vie-le dürftige Familien; indem erzbischöflichen Pallastewurde täglich eine große Menge Reis zubereitet; undnach einem gleichzeitigen Schriftsteller (dem Arzte Ales-sandro Tadino, den wir noch mehrmals anführenwerden), wurden daselbst allmorgentlich zweitausendNapfe vertheilt. Dennoch» wie großartig auch dieseThaten der Barmherzigkeit, betrachtet man, daß eineinziger Mensch aus eigenen Mitteln sie bestritt, (dennFriedrich gab sich nur selten zum Werkzeuge AndererGroßmuth her), genannt werden müssen; wie zahl-reich auch, wenn auch nicht so überreich, die Bei-steuern anderer Privatpersonen waren; wie sehr auch
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