Druckschrift 
3 (1828)
Entstehung
Seite
89
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damit noch nicht sein Ende erreicht: der gute Hirtwollte, daß, zum Wenigsten so weit sein Einfluß,lange, durchdringende, dauernde Hülfe gereicht wer-den Die Unglücklichen, denen diese erste Labung hin-reichende Kräfte wiedergegeben halte, aufzusiehenund zu gehen, empfingen von eben diesen Priesternauch Geld n damit erneuter Mangel und Hülflosigkeitsie Nicht alsbald wieder in den vorigen Zustand versetze;den.Anderen suchten sie Obdach und Unterhalt in ir-gend! einem der nächsten Hauser auszumitteln, Esfanden sich oft wohlthätige Menschen, hie die Bitteaus Menschenliebe und auf Empfehlung des Eardl-nals gewahrten. Fanden sich zuweilen manche, de-nen bei guten Willen die Mittel fehlten, so verlang-ten die Priester, daß man die Unglücklichen,fn dieKost nehme, verstanden sich wegen des Preises, be-zahlten ihn sogleich theilweise voraus; ertheilten sodannden DißriktspfarrernAustrag, sie zu besuchen und kehr-ten auch selbst wieder zu ihnen zurück.

Es braucht wohl auch nicht erst erwähnt zu wer-den , daß Friedrich seinen Beistand nicht nur dem äu-ßersten Elend ertheilte, nicht nur von ihm gerührtward. Seine heiße, übcrströmende Menschenliebeempfand Alles mit, mühete sich für alles, half, wasie nicht mehr verhüten honnte, nahm, im eigent-lichen Sinne, alle Formen an, in denen Unglück undLeiden nur erschienen. Er hatte wirklich, durch Ver-einigung aller seiner Mittel, durch noch schärfere Spar-