Druckschrift 
3 (1828)
Entstehung
Seite
83
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lassen haben» Dem ungeachtet finden wir in den Be-richten mehr als eines Geschichtschreibers, die immergeneigter waren, große Ereignisse zu beschreiben, alsvon ibrcn Ursachen und Fortschritten zu sprechen, dasGemälde von Land und vornehmlich Stadt, imSpätwinter und Frühlinge; wo die Ursache des Ue-bels, das Mißverhältnis zwischen Vorrathen und Ver-brauch von den angewendetcn Mitteln nicht, gehobenwar, sondern nur nach augenblicklicher Abstellung umso mehr um sich gegriffen hatte; nicht gehoben war,von unzureichender Zufuhr vom Auslande, der. dieöffentlichen sowohl als Privathülfsmittel, die Thcue-rung auch in den Nachbarstaaten, Handelsverträge,Langsamkeit und schlechter Zustand des Handels, jadie Gesetze selbst, die immerdar Wohlfeilheit Hervor-rufen und erhalten wollten, entgegen standen; wo,sageich, die eigentliche Ursache der Theuerung, oderbesser, die Theuerung selbst vollkräftig und unbe-schränkt wüthcte. Hier ist das traurige Gemälde.

Ueberall geschloffene Läden, die meisten Werkstät-ten verödet; auf allen Straßen ein unbeschreiblichesSchauspiel, nichts als Elend und Nothleidende... Dieeigentlichen Bettler, jetzt der kleinste Theil Bettelnder,verloren sich in der neuen, sie verdrängenden Menge,mußten oft mit Leuten um ihre Almosen kämpfen,von denen sie ehedem selbst welche empfingen: Dienerund Gesellen der Kauf- und Handelsleute, die wegendes geschmälerten oder gänzlich geschwundenen, täg-

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