Druckschrift 
3 (1828)
Entstehung
Seite
78
Einzelbild herunterladen
 

78

sehen, dicBrod- und Mehlpreise wie in den fruchtbarstenJahren. Wer an jenen beiden Tagen geschrieen, odernoch mehr vorgenommcn hatte, konnte sich, mit Aus-nahme der Wenigen die man fcstnahm, deshalbGlück wünschen, und man glaube nicht, daß sie es,vom ersten Schreck wegen der Verhaftungen zurück-gekommen, unterließen. Auf allen freien Platzen,an den Straßenecken, in den Wiclhshäusern, warein fortwährendes, geheimes Drangen und Treiben,halblautes Glückwünschen und Jubeln, daß man dieArt und Weife verstanden habe, wie Wrod wohlfeilzu erlangen sei). Mitten aber unter dem allgemeinenUebcrmuthe gab sich, und wohl sehr begreiflicherweise,Unruhe,' Vorgefühl kund, daß die Sache keinenWestrand haben könne. Die Läden der Bäcker undMehlhändler waren stets wie belagert, wie schon früherbei jenem künstlichen, vorübergehenden Ueberflufse,den' die erste von Antonio Ferrer gegebene Taxe er-zeugte. Wer nur ein paar Heller in der Tasche hatte,verwandelte sie auch in Mehl und Wrod; Pfannen,Kasten, Fässer mußten zur Aufbewahrung dienen,und indem sie nun so wetteiferten, des gegenwär-tigen Wortheilcs zu genießen, machten sie, ichwill nicht sagen, die längere Dauer desselben un-möglich, denn die war cs schon an und für sich,aber erschwerten selbst die augenblickliche, Undam 15 November erschien denn auch, vieler cke8u Lxeelencnl, ein Befehl Antonio Ferrer's , der