Paris del Pozzo, Fausto da Lcngiano, Urrea, Mu-z!o, Römer, Albergato, Torquato Tasso, von demer auch alle Stellen des befreiten, so wie des erober-ten Jerusalems, die irgend Bezug auf Rittersachenhaben konnten, auswendig wußte und augenblicklichrecilirte. Der Autor aber aller Autoren, nachseinem Sinne, war unser berühmter Francesco Bi-rago, mit dem er selbst mehrmals, Ehrensachen hal-ber, persönliche Verathungen pflog, und der seiner-seits von Don Ferrante nur mit Ausdrücken der größ-ten Achtung zu reden pflegte. Und als die Discorsillllvalloresclii dieses trefflichen Autors ans Licht tra-ten, prophezeite er vom ersten Augenblicke an, ohnezu zaudern: dieses Werk werde die Autorität desOle-vano vernichten und mit seinen anderen hochehrbarenBrüdern der Nachwelt ein unangreifbares Gesetzbuchbleiben. Es wird wahrscheinlich jedem unserer Lesernunmehr Genügendes zur Charakteristik Don Ferran-te's gesagt seyn; wir haben noch einen weiten Wegmit unserer Erzählung zurückzulegen und lassen ihrdemnach ihren Lauf.
Bis zum Herbste dcS folgenden Jahres 1629 blie-ben alle Personen unserer Geschichte, thcils gutwillig,lhcils nothgedrungen, fast ganz in dem Zustande, wiewir sie verließen, ohne daß sich mit irgend einer EtwasVemeckcnswcrthcs zugetragcn hätte. Dieser Herbst,in dem Luzia und Agnes gehofft hatten, sich wicder-zusehen, war da; aber ein großes, öffentliches Er-