Mantua und, wie wir jetzt hinzufügen, auch von Mont-ferrat Besitz genommen. Das spanische Kabinel wollte,wie wir ebenfalls sagten, den neuen Fürsten, cs kostewas es wolle, dieser beiden Lehen berauben, bedurftezu diesem Ende eines Grundes, weil doch grundloseKriege ungerechte genannt zu werden pflegen, undtrat demnach auf die Seiten: Fcrrantc's, Fürstenvon Guastalla, eines andern'Gonzaga's, der aufMantua, und Karl Emanuel's I. Herzogs von Sa-voyen, so wie Magarelen Gonzaga's, verwittwctenHerzogin von Lorcna, die auf Montferrat Ansprüchemachten.
Do» Gonzalo , der aus dem Hause desgroßenFeldherrn, dessen Namen er führte, war, undschon den Krieg in Flandern mit bewirkt hatte, brann-te vor Verlangen, das Kriegsfcuer auch in Italienanzuzünden, und hatte vielleicht die meiste Schuld,daß es wirklich geschah; denn er schloß, die Absichtenseines Kabinets sich auslegend und dessen Befehlenzuvorkommend mit dem Herzoge von Savoyen ei-nen Vertrag zur gemeinschaftlichen Besitznahme undTheilung Montferrats ab, und erlangte leicht Ge-nehmigung des Grafen-Herzogs, indem er ihm dieEinnahme von Casale, des von der feindlichen Par-thei am meisten vertheidigten Punktes, als etwassehr Leichtes vorstellte. Zm Namen seines Königserklärte er, er werde keinen Finger breit Landes an-ders als interimistisch, bis zum Ausspruche des Kai-