Druckschrift 
4 (1852)
Entstehung
Seite
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Das ist er," sagte Georg, überrascht durch ihr Wesen.

Haben Sic vielleicht jemals davon gehört, ob er einen Mulat-tentnaben Namens Georg hatte?"

,,O gewiß Georg Harris, den kenne ick sehr gut; er heira-thetc eine Sclavin meiner Mutter, aber er ist jetzt nach Canada ent-flohen."

Ist er?" sagte Madame de Thour rasch.Gott sei Dank!"Georg richtete einen fragenden Blick auf sic, doch er sagte nichts.

Madame de Thour lehnte ihren Kopf in die Hände und brachin Thränen aus.Er ist mein Bruder!" sagte sie.

Madame!" entgegnctc Georg mit einem starken AusdruckedeS Staunens.

Ja," sagte Madame de Thour, indem sie ihr Haupt stolz er-hob und ihre Thränen trocknete,Mr. Shelby, Georg Harris istmein Bruder!"

Ich bi» im höchsten Grade erstaunt," sagte Georg, indem erseinen Stuhl zurückschob und Madame de Thour ansah.

Ich wurde nach dem Süden verkauft, als er noch ein Knabewar," sagte sie.Mich kaufte ein großmüthiger Mann, er nahmmied mit sich nach Wcstindien, ließ mich frei und hcirathete mich. Erstkürzlich starb er und ich wollte nach Kentucky gehen, um zu sehen, obich meinen Bruder finden und befreien könnte."

Ich hörte ihn von einer Schwester Emilie sprechen, die nachdem Süden verkauft wurde," sagte Georg.

Ja, die bin ich," entgegnete Madame de Thour.SagenSie mir, was für eine Art"

Ein sehr hübscher junger Mann," sagte Georg,ungeachtetdes Fluchs der Sklaverei, die auf ihm lag. Er war ein ausgezeich-neter Cbaraktcr, sowohl was den Geist, als was die Grundsätze be-trifft. Ich kenne ihn, da er in unsere Familie heirathete."

Was für ein Mädchen?" fragte Madame de Thour hastig.

Einen wahren Schatz!" erwiederte Georg.Ein schönes,verständiges, liebenswürdiges Mädchen, sebr fromm. Meine Mut-ter hat sie beinahe so sorgfältig wie eine Tochter erzogen. Sie kannlesen und schreiben, sticken und nähen, und singt sehr hübsch."

Wurde sie in Ihrem Hause geboren?" fragte Madame deThour.