Druckschrift 
4 (1852)
Entstehung
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wo dir finstere Schönheit des muthmaßlichen Mädchens manche schmei-chelhafte Bemerkung der Passagiere erweckte.

Georg hatte die Genugthuung, als die Glocke zur Abfahrt er-tönte, Marks an das Ufer zurückkchre» zu sehen, und er that einenlangen Athcmzug der Erlösung, als er sich für immer vor ihm ge-sichert sah.

Es war ei» herrlicher Tag. Die blauen Wogen des Erie-SeeStanzten gefurcht und funkelnd in dem Sonnenscheine. Ein frischerWind blies von der Küste und das stolze Boot pflügte sich kräftig sei-nen Weg durch bas Wasser.

O was für eine unbekannte Welt ist doch das menschliche Herz!Wer hätte, als Georg auf dem Deck des Dampfbootes ruhig auf undnieder ging, seinen schüchternen Gefährten an seiner Seite, Alles dasahnen können, was in seinem Busen brannte? Das Gut, dem ernabte, schien zu groß, zu schön zu sein für Wirklichkeit, und er fühltemit jedem Augcnblulc die Besorgniß, es würde sich irgend etwas er-eignen, es ihm zu entreißen.

Aber das Boot kam vorwärts, Stunde aus Stunde verging,und endlich zeigte» sich hell und deutlich die gesegneten englischen Küsten Küsten, verschönt durch einen mächtigen Zauber die durch einenTritt auf dieselben die Sclaverci zerrissen, gleichviel, in welcherSprache sic ausgesprochen, durch welche Macht sie bestätigt seinmochte.

Georg und seine Frau standen Arm in Arm da, als sich dasBoot der kleinen Stadt Amhcrstbcrg in Canada näherte. Sein Athemwurde schwer und kurz, es flimmerte ihm vor den Augen, er preßte schwei-gend die kleine Hand, die zitternd auf seinem Arm lag. Die Glockeertönte das Boot legte an. Ohne kaum zu wissen, was er that,sah er nach seinem Gepäck und sammelte seine kleine Gesellschaft. Siclandeten. Sic standen still, bis das Boot leer war, und dann sichunter Thränen umarmend knieten der Gatte und die Gattin, das ver-wunderte Kind in ihren Armen, nieder, und erhoben ihre Herzen zuGott!

Es war, als ob sie von dem Tode zum Leben erständen, als obsie aus' dem engen Grabe zum Himmel aufsticgen, aus der SündeGebiet und aus der Leidenschaften Kampf zur reinen Freiheit.

Der kleine Trupp wurde bald durch Mrs. Smyth zu der gast-