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Sambo war froh, zu entkommen. Als er fort war, schämte sich Le-gree seines Ansalls von Angst. Er setzte sich mürrisch nieder und be-gann verdrießlich seinen Punsch zu trinken.
Caffy wollte sich von ihm unbemerkt entfernen und entschlüpfteihm, um dem armen Tom Hülfe zu bringen, wie wir bereits erzählthaben.
Was war es mit Legree? Was lag in einer einfachen Locke vonschönem Haar, daß sic den rohen Mann so erschreckte, der mit jederGestalt der Grausamkeit vertraut war? Dies zu beantworten, müs-se» wir den Leser in seiner Geschichte zurnckführen. So hart undverworfen der gottlose Mensch jetzt zu sein schien, hat es dennoch eineZeit gegeben, wo er an dem Busen einer Mutter lag, gewiegt mitGebete» und frommen Gesängen, seine Stirn bethaut mit dem Wasserder heiligen Taufe. In seiner frühen Kindheit hat eine Frau mitschönen, Haar ihn bei dem Klange der Sabbathglocke zu GotteSvereh-rung und Gebet geführt. Fern in Neu-Englanb hatte die Mutter ihreneinzigen Sohn mit unwandelbarer Liebe und Geduld aufgezogen. DerSohn eines harten Vaters, an welchem jene zarte Frau eine Welt„„vergoltener Liebe verschwendet hatte, folgte Legrcc den Fußtapfenseines Vaters. Ungestüm und tyrannisch, verachtete er alle ihreRathschläge und wollte nichts von ihren Vorwürfen hören; schon imfrühen Alter verließ er sic, um auf der See sein Glück zu suchen.Seitdem kehrte er nur einmal nach Hause zurück; seine Mutter, derenHerz sich nach Liebe sehnte und sonst nichts hatte, das sic liebe» konnte,hing sich an ihn und war bemüht, durch Gebete und flehende Bittenihn von einem Leben der Sünde zu seinem ewige» Heile zurückzuziehen.Das war Legrce's Zeit der Gnade. Da riefen ihn gute Engel; erwar beinahe überredet und Barmherzigkeit hielt ihn bei der Hand.Sein Herz gcricth in einen inner» Kampf, doch die Sünde gewannde» Sieg, und er setzte die ganze Gewalt seiner rohen Natur gegendie Neberzcugung seines Gewissens. Er trank und fluchte und warwilder und roher wie je. Und in einer Nacht, als seine Mutter inder Todesangst der Verzweiflung zu seinen Füßen kniete, stieß er sievon sich, daß sie bewußtlos zu Boden siel, und entfloh mit rohenFtüchen auf sein Schiff. Als Legree das nächste Mal von seinerMutter hörte, saß er in der Nacht unter betrunkenen Gefährten, dawurde ihm ein Brief eingehändigt. Er öffnete ihn, und eine Locke