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„Ich wünsche, Caffy," sagte Legree, „daß Du Dich anständigbeträgst."
„Ihr sprecht von anständig betragen! Und was habt Ihr gc-than? Ihr, der Ihr nicht einmal genug Verstand habt, einen Eurerbesten Arbeiter nicht unbrauchbar zu machen, gerade in der dringend-sten Zeit, und das nur Eurer teuflischen Laune wegen!"
„Es ist wahr, ich bin ein Narr gewesen, daß ich dies so kommenließ," sagte Legrce; „aber als der Bursche seinen Willen aufsctzlc,mußte er gebrochen werden."
„Ich denke, den werdet Ihr nicht brechen!"
„Nicht?" sagteLcgree, indemcrheftigaufstand. „Jchmöchtewohlwissen, ob ich es nickt werde! Er wäre der erste Nigger, der mirje trotzte! Ich will jeden Knochen in seinem Leibe zerbrechen, aberer soll nachgebcn!"
Eben jetzt öffnete sich die Thür, und Sambo trat ein. Er kamnäher, verbeugte sich und hielt etwas in einem Papier.
„Was ist das, Du Hund?" sagte Lcgree.
„Es ist ein Herending, MaS'r."
„Und was?"
„Was, das Niggers kriegen von Heren, hält sie ab zu fühlen,wenn werden gepeitscht. Er hatte cs um Hals mit schwarz Band."
Legrce war gleich den meisten gottlosen und grausamen Menschenabergläubisch. Er nahm das Papier und öffnete es widerstrebend.
Heraus fiel ein silberner Dollar und eine lange glänzende Lockevon schönem Haar, die sich, als sei sie lebend, von selbst um Lcgrce'sFinger schlang.
„Bcrfiucht!" schrie er auf, stampfte mit dem Fuße und warf dasHaar wüthend von sich, als hätte cs ihn verbrannt. „Wo kommt dasher? Nimm's fort, nimnsis fort, verbrenn es!" schrie er und warf dieLocke in das Kohlenbecken. „Weshalb hast Du das mir gebracht?"
Sambo stand mit weit geöffnetem Munde verwundert da, undCaffy, die eben das Zimmer verlassen wollte, blieb stehen und sah ihnstaunend an.
„Bringt mir nichts von Euern verteufelten Dingen!" sagte er,indem er die Faust drohend gegen Sambo ausstrcckte, der hastig ge-gen die Thür zurückwich; und den Dollar aufhebend, warf er ihnklirrend durch die Fensterscheiben in die Dunkelheit hinaus.