Zimmer, doch nickt in dem »reinigen. Eine alte schwarze Frau pflegtemich, und ein Doctor kam, nach mir zu sehen, und cs wurde vielSorgfalt für mich gezeigt. Nack einiger Zeit erfuhr ich, daß er fortwar, und mich in diesem Hanse gelassen hatte, um verkauft zu werden.Deshalb sorgte man so für mich.
„Ich glaubte nickt, wieder gesund zu werden, und hoffte, eswürde nicht geschehe»; Loch gegen meinen Wunsch verschwand dasFieber, ich wurde wobler und konnte endlich wieder aufstchen. Dannmußte ich mich jeden Tag gut anziehen, und es kamen Herren, miel,zu besticken, mich anzusehcn, und meinen Preis zu besprechen, indemsie ihre Cigarre rauchten. Ich war so sinster und schweigsam, daßKeiner mich haben mochte. Sie drohte», mich zu peitschen, wen» ichnicht heiterer wäre und mir Mühe gäbe, angenehm zu sein. EinesTages endlich kam ein Gentleman, Namens Stuart. Er schienweiches Mitgefühl für mich zu empfinden; ersah, daß irgend etwasmein Herz bedrückte, und nachdem er mich mehrmals allein gesprochenhatte, überredete er mich, ihm Alles zu erzählen. Er kaufte mich zu-letzt, und versprach, Alles zu thun, um meineKindcr aufzufinden undzurückzukaufen. Er ging nach dem Hotel, wo mein Henry war, sicsagten ihm, er wäre an einen Pflanzer an dem Perlflusse verkauftworden. Das war das Letzte, was ich je von ihm hörte. Dannmachte er ausfindig, wo meine Tochter war; eine alte Frau hatte sic;er bot eine ungeheure Summe, aber man wollte sic nicht verkaufen.Butler hörte, sic sollte für mich sein, und er ließ »ns sagen, ich würdesie nie bekommen. Capitain Stuart war sehr gütig gegen mich; erhatte eine schöne Pflanzung und nahm mich mit dahin. Nach Ver-laus eines Jahres gebar ich einen Sohn. Ach das Kind — wie ähn-lich war das kleine Ding meinem armen Henry! Aber ich hatte be-schlossen, daß nie wieder ein Kind von mir groß werden sollte! Ichnahm den Kleinen in meine Arme, als er zwei Wochen alt war, undküßte ihn, und weinte über ihn; dann gab ick ihm Laudanum, undschloß ihn fest an meine Brust, bis er zum Tode eingcschlafen war.Wie weinte und trauerte ich über das Kind, und wer hätte sich jeträumen lassen, daß cs etwas anderes, als ein Versehen gewesen war,daß ich ihm das Laudanum gab. Das ist eines der wenigen Dinge,über die ich jetzt froh bin. Ich bin noch bis zu diesem Tage darübernicht betrübt, denn er wenigstens ist der Schmerzen übcrhoben. Was