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„Nein, mein Junge," sagte St. Cläre. „Ich bi» in einerStunde wieder zurück."
Tom setzte sich in die Veranda. Es war ein prächtiger mund-heller Abend, und er sah auf den steigenden und fallenden Wasser-strahl des Springbrunnens, und lauschte auf dessen Geplätscher.Tenn dachte an seine Hrimath und daß er bald ei» freier Mann seinwürde, der thun könnte, was er wollte. Er dachte daran, wie erarbeiten wollte, um sein Weib und seine Kinder loszukaufen. Erbefühlte die Muskeln seines schwarzen Armes mit einer Art von Freude,daß sie bald ihm gehören würden, und wie viel sie arbeiten könnten,um die Freiheit seiner Familie zu erlangen. Dann dachte er an seinenedlen jungen Herrn, und darauf folgte das Gebet, das er immer fürihn zu sprechen pflegte. Dann gingen seine Gedanken auf die rei-zende Eva über, die er jetzt unter den Engeln erblickte. Und cs kamihm vor, als sähe er ihr bleiches Gesicht mit dem goldigen Lockenhaaraus dem Springbrunnen aufsteigen. Aus diesen Träumereien wurdeer durch ein lautes Klopfen an der äußern Thür und mehrere lauteStimmen erweckt.
Er eilte, zu öffnen, und mit schwerfälligem Tritt kamen mehrereMenschen herein, die einen Körper trugen, der in eine» Mantel ge-wickelt war und auf einer Bahre lag. Das Licht der Lampe fiel vollauf das Gesicht, und Tom stieß einen gellenden Schrei der Verwun-derung und Verzweiflung aus, der durch alle Gallericen ertönte, alsdie Leute mit ihrer Last bis zu der offenen Thür des Wohnzimmersgingen, in welchem Miß Ophelia mit ihrer Strickerei saß.
St. Cläre war in ein Kaffeehaus gegangen, ein Abendblatt zulesen. Während er dics ihat, entstand ein Streit zwischen zwei Herren,die Beide etwas betrunken waren. St. Cläre und einige Andereversuchten es, sie zu trennen, und St Cläre bekam dabei mit einemBowic-Messcr, das er dem Einen entringen wollte, einen gefähr-lichen Stich in die Seite.
Das Haus wurde von Geschrei und Klagen erfüllt; die Dienerrauften sich verzweifelnd das Haar, warfen sich auf den Boden oderrannten schreiend umher. Tom und Miß Ophelia allein schienenGeistesgegenwart zu behalten; den» Marie lag in heftigen hysteri-schen Krämpfen. Auf Miß Ophclia's Befehl wurde eines von denRuhebetten in dem Wohnzimmer schnell zurecht gemacht und der blu-