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„Das ist eine schwierige Frage, Liebchen. Es ist kein Zweifel,daß dieser Weg ei» sehr schlechter ist; Viele denken das. und ich selbstauch. Ich wünschte von Herzen, es gäbe nicht einen Sclaven in demLande, aber ich weiß nicht, was dabei anzufangcn ist."
„Papa, D» bist ein so edler Mann und so gut, so freundlichund weißt die Sachen immer auf so angenehme Weise zu sagen.Könntest Du nicht überall herumgchcn und den Leuten sagen, daßsie hierin das Rechte thun sollten? Wenn ich todt bin, Papa, dannwirst Du an mich denken und es mir zu Liebe thun. Ich würde esthun, wenn ich könnte."
„Wenn Du todt bist, Eva!" sagte St. Cläre leidenschaftlich.„Ach, Kind, sprich nicht so? Du bist ja Alles, was ich auf Erdenhabe."
„Der alten armen Prue Kind war auch Alles, was sic hatte,, und doch mußte sie es schreien bören, und konnte ich ibm nicht helfen!Papa, diese armen Geschöpfe lieben ihre Kinder eben so sehr, wie Dumich. Ach, tbu etwas für sic! Da ist die arme Mammy, die liebtihre Kinder; ich sah sie immer weinen, wenn sie von ihnen sprach.Und Tom liebt seine Kinder, und es ist fürchterlich, Papa, daß solcheDinge immerwährend Vorfällen!"
„Das ist es, Herzchen," sagte St. Cläre, sie beschwichtigend;„nur betrübe Dich nicht darüber, und sprich nicht davon, zu sterben,dann will ich ja Alles thun, was Du wünschest."
„Lieber Papa," sagte das Kind, seine brennende Wange andie des Vaters legend, „wie 'ehr wünschte ich, wir könnten Zu-sammengehen."
„Wohin, Herzchen?" fragte S. Cläre.
„Zu unseres Heilands Heimath; cs ist dort so süß und friedlich,— gar so lieblich!" Das Kind sprach unbewußt wie von einemOrte, an dem cs oft gewesen. „Willst Du nicht dahingchen,Papa?"
St. Cläre zog sie fester an jjch, aber er schwieg.
„Du wirst zu mir kommen," sagte das Kind, mit dem Toneruhiger Ucbcrzeugung, wie sic oft unbewußt zu thun pflegte.
„Ich werde Dir folgen. Ich vergesse Dich gewiß nicht."
Die Schatten des feierlichen Abends senkten sich dichter auf sicherab, während St. Cläre so schweigend da saß, das kleine zarte We-