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sammlung abnahm, die vier Stunden Reitens von Uwar entfernt bei demMitglieds Gömör abgehalten wurde, wo von Mitgliedern nur der Majorund Gömör, aber von Zuhörern eine ziemliche Menge war.
Ich bin nach der Hand noch zweimal ganz allein bei Gömör gewe-sen, und habe das letzte Mal sogar mehrere Tage bei ihm zngcbracht.
Da die Erndte sich zu ihrem Ende neigte, und die Arbeiten etwasweniger wurden, sagte der Major eines Tages zu mir: „Weil wir jetztein wenig Muße bekommen werden, werden wir in der nächsten Wochezu meiner Nachbarin Brigitta Maroshely hinüber reiten, und ihr einenBesuch machen. Sie werden in meiner Nachbarin Maroshely das herr-lichste Weib auf dieser Erde kennen lernen."
Zwei Tage nach diesem Aussprüche stellte er mir Brigitta's Sohnvor, der zufällig herüber gekommen war. Es war dies derselbe jungeMann, der am ersten Tage meines Aufenhaltes in Uwar mit uns zuMittag gespeist hatte, und der mir wegen seiner außerordentlichen Schön-heit damals ausgefallen war. Er blieb schier den ganzen Tag bei uns,und war mit uns auf verschiedenen Punkten der Besitzungen. Er war,wie ich schon das erste Mal bemerkte, in den frühesten Jahren des Jüng-lings, kaum bei dem Uebcrgange vom Knaben zum Jünglinge, und ergefiel mir sehr Wohl. Sein dunkles sanftes Auge sprach so schön zu mir,und wenn er zu Pferde saß, so kraftvoll und so demüthig: neigte sichmein ganzes Wesen zu ihm. Ich hatte einen Freund, der so war, undin den frühesten Jahren seiner Jugend in das kalte Grab mußte. Gu-stav, so hieß der Sohn Brigitta's, erinnerte mich lebhaft an ihn.
Seit der Major den Ausspruch über Brigitta gethan hatte, und seitich ihren Sohn kannte, war ich sehr neugierig, sie nun auch persönlichzu sehen.
Ueber die Vergangenheit meines Gastfreundes, des Majors, hatteich ein Weniges von Gömör, als ich bei ihm war, erfahren. Gömör ist,wie mancher seiner Freunde, die ich bei ihm kennen gelernt hatte, vonoffener freundlicher Zunge, und sagte mir unaufgefordert, was er wußte.Der Major sei nicht in der Gegend geboren. Er stamme von einer sehrreichen Familie. Er sei seit seiner Jugend fast immer auf Reisen gewe-sen, man wisse eigentlich nicht recht, wo, so wie man auch nicht wisse,in welchen Diensten er sich den Majorsrang verdient habe. Auf seinerBesitzung Uwar ist er in seinem ganzen früheren Leben nicht gewesen.