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cr gekommen war, nicht mehr so gut sei, wie bisher; darum ging ernicht in die Kirche hinein, sondern blieb vor dem Thore stehen, und war-tete, bis die schwarz verschleierte Gestalt heraus käme. Er meinte, daßer den Ort entheiligen würde, wenn er drinnen wartete; darum blieb erheraußcn. Die kirchliche Feier wurde aus, die Menschen gingen Anfangsdicht, dann immer seltener heraus, und zuletzt, wie immer, kam dieschwarze Gestalt in Kleidern, welche die einer uralten Frau waren. DasHaupt hüllte der Schleier ein. Das grau gekleidete Mädchen folgte,aber cs trug nur ein Gebetbuch, nämlich das ihrige; die Gebieterin trugihr eigenes selber.
Bon nun an ging er jeden Tag, statt um zehn Uhr, wie er es einpaar Jahre her gehalten hatte, einen Morgenspazicrgang zu thun, umdiese Zeit zur Kirche von Sanct Peter, und wartete, bis die schwarz geklei-dete Gestalt heraus kam. Sie kam auch jedesmal, war jedesmal genau dieletzte, und wurde jedesmal von dem grau gekleideten Mädchen begleitet.Ihr Anzug war immer dasselbe altmodische Kleid, und das Haupt warmit dem Schleier verhüllt. Hugo sah sie alle Male an.
So verging eine geraume Zeit, und der Frühling neigte schon gegenden Sommer.
Ob sic ihn auch beobachtete, wußte man nicht; aber wenn sie anseiner Stelle vorüber ging, schien cs, als wäre cs innerhalb der schwar-zen Wolke unruhig.
Bisher war er nur an dem Thore der Kirche gestanden, und wennnach der Messe, die täglich um zehn Uhr gehalten wurde, die letzte Be-terin, die schwarze Gestalt mit ihrem grauen Mädchen heraus gekommenund vorüber war, ging cr wieder nach Hause zu seinen Arbeiten. — Ein-mal aber, da sie langsam in gerader Richtung von dem Thore weg durchdas andere Volk fort ging, ging cr in sehr großer Entfernung hinter ihrher. Sie wandelte auf den großen sehr belebten Platz hinaus, gingdurch das bunte Gewühl, ihren Weg verfolgend, hindurch, wendete sichin die noch belebtere Gasse, in welche der Platz seitwärts mündete, gingin derselben eine Strecke fort, und bog dann in eine zwar schone undbreite, aber sehr leblose Gasse ein, in welcher viele Pälläste und großeHäuser stehen, die aber schon anfingen, sehr entvölkert zu sein, weil ihreBewohner bereits das Landleben suchten. Die meisten Fenster waren zu,und hinter den, Glase hingen die ruhigen graulcinencn Vorhänge herab.